Kochworkshop mit Johann Lafer

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[half]Nun kann ich es endlich raus lassen, es fiel mir sehr schwer „meine Klappe zu halten“ , aber ich habe es geschafft. Normalerweise bin ich überhaupt nicht der Typ, der bei Gewinnspielen mitmacht, denn die Chance einer der glücklichen Gewinner zu sein, ist meist so gering, dass ich gar nicht erst den Versuch starte! Nur dieses Mal bzw. irgendwann Ende letzten Jahres (ich kann es schon gar nicht mehr genau sagen) hat es mich dann doch „geritten“ und ich habe bei einem Kenwood Gewinnspiel mitgemacht.Zu gewinnen gab es einen Kochworkshop mit Johann Lafer mit Kenwood und dies für 8 Personen, mit jeweils einer Begleitperson. Naja dachte ich mir: „Mehr als nichts gewinnen kann man nicht!“ Ich füllte einfach zum Spaß, ohne große Hoffnung, das Teilnehmerformular aus. So verging das Jahr, das Gewinnspiel bereits total vergessen, als ich vor genau 3 Wochen einen großen Umschlag aus dem Briefkasten zog. Bereits am Kuvert erkannte ich den Aufdruck von De’Longhi und Kenwood. Zu Beginn dachte ich, es handle sich um Werbung (da wir mal Besitzer einer De’Longhi Kaffeemaschine waren) und wollte den Umschlag schon ungeöffnet in die Mülltonne schmeißen. Na zum Glück habe ich das nicht getan! Aus reinem Interesse habe ich das Kuvert, fast schon etwas ruppig und leicht genervt über die ständig ins Haus flatternde Werbung dann doch geöffnet und zog einen Stapel Papiere aus dem Umschlag. Zu gern hätte ich mein Gesicht gesehen, als ich schon allein nur die dicke fette Überschrift gelesen habe: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Oh mein Gott, wie ein Geistesblitz fiel mir wieder das bereits in Vergessenheit geratene Gewinnspiel vom letzten Jahr ein. Das kann nicht sein, ausgerechnet ich soll zu den 8 glücklichen Gewinnern gehören? Ich schaute sofort alle Formulare durch, es gab keine Zweifel! Ich packte alle meine Sinne und natürlich meinen Gewinn und rannte sofort zu meinem Mann in den Keller. Unter Schnappatmung sagte ich zu ihm: „ Du musst dir unbedingt frei nehmen, denn wir statten dem Herrn Johann Lafer im schönen Guldental in genau 2 Wochen einen kleinen Besuch ab!“ Und genau so machten wir es auch, wir nahmen uns beide kurzfristig frei, suchten uns ein kleines schnuckliges Hotel und dann ging es 2 Wochen später auch schon los. Endlich im kleinen Guldental angekommen, trafen wir auch um Punkt 11.00 Uhr in Johann Lafers super eingerichteten Kochschule Table d´Or ein. Bei einem gut gekühlten Gläschen Sekt, lernten wir erst einmal den Starkoch sowie die weiteren glücklichen Teilnehmer allen Alters kennen, nach der netten „Kennenlernrunde“ und einer kurzen Besprechung des geplanten Menüs, legte die komplette Mannschaft auch schon los.[/half]
[half]Ausstaffiert mit schicken Schürzen, ging es nun der Mousse au Chocolat und der Pastinakensuppe an den Kragen. Der Kochkurs gestaltete sich nicht wie ein üblicher Kochkurs, hier konnte man es eher als ein tolles gemeinsames kochen bezeichnen, in dem jeder seinen Begabungen und den Vorlieben nachging. So habe ich mich mit einigen weiteren netten Damen hauptsächlich dem Dessert gewidmet, während andere dem Kalbsfilet den perfekten Kräutermantel verpassten. Alles lief so reibungslos und Hand in Hand, man hätte fast schon meinen können, wir wären ein klasse eingespielten Fussballteam, in dem jeder Pass einfach stimmte. Und dies geschah unter der wohl Deutschlands bekanntester Kochleitung, Johann Lafer! Der Tag verlief schnell, fast schon zu schnell. Zwischen all den tollen Gängen, die wir gemeinsam an der geschmackvoll angerichteten Tafel einnahmen, wurde sehr viel gelacht und sich über die verschiedensten Themen ausgetauscht. Natürlich stand der Punkt kochen an oberster Stelle. Letztendlich war auch das Dessert restlos verputzt, der Hunger mehr als nur gestillt, von den Eindrücken überwältigt und somit auch das Ende eines unvergesslichen Tages. Als Überraschung wurden jedem Teilnehmer von Johann Lafer persönlich eine Urkunde überreicht, und wie es sich schließlich auch gehört, wurde gleich ein Erinnerungsfoto geknipst. Selbst die qualitativ hochwertigen Kochschürzen gehörten jetzt uns. Wie so üblich, gab es in der Kochschule einen kleinen Shop, in dem man viele seiner Kochbücher und Küchenzubehör kaufen konnte. Selbstverständlich lies ich es mir nicht nehmen, schaute die Reiher der unterschiedlichsten Bücher durch und entschied mich für “Der große Lafer BACKEN“. zu meiner Begeisterung wurde auch dies gleich noch persönlich signiert. Und damit ihr in etwa eine Vorstellung davon bekommt, was genau wir alles so zubereiten durften, habe ich einfach einmal die Menükarte für euch abfotografiert. Diese durfte jeder Teilnehmer einschließlich aller Rezepte in einer gesammelten Mappe zur Erinnerung mitnehmen. Da ich ja kein Buch schreiben möchte, komme ich so langsam zum Ende meiner kleinen Geschichte. Für mich und meinen Mann war es ein toller Tag, nicht nur weil mir einen Starkoch persönlich kennenlernen durften (was natürlich ein grandioses und unvergessliches Ereignis war), ihm beim Kochen hautnah über die Schulter schauen durften, es war auch eine große Freude so viele verschiedene Menschen allen Alters zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen um danach so ein tolles Menü zu zaubern. Auch wenn ich heute leider mit keinem Rezept dienen kann, hoffe ich doch sehr, dass es euch trotzdem etwas Spaß gemacht hat, meine kleine Geschichte zu hören bzw. zu lesen.

Viele liebe Grüße

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